Digitale Geschäftsmodelle sind immer automatisierte Geschäftsmodelle

Der Sinn der Digitalisierung liegt in der Automatisierung. Wenn Sie jeden Geschäftsvorfall persönlich (oder durch Mitarbeiter) betreuen oder kontrollieren müssen, ist die Skalierbarkeit, also die kostenneutrale Vervielfachung eines Geschäftsprozesses nicht möglich – oder zumindest stark eingeschränkt.

Voraussetzungen für eine Automatisierung

Voraussetzung für die Automatisierung von Geschäftsprozessen ist eine Abstrahierung. Sie müssen ein Modell des Geschäftsprozesses schaffen, in dem zunächst alles wegfällt, was nicht standardisierbar bzw. automatisierbar ist.

Individualisierung vs. Standardisierung

Erst wenn eine Standardisierung gegeben ist, sind Prozesse wiederholbar. Entfernen Sie alles Unnötige. Es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um Vorleistungen von Zulieferern, interne Zwischenprodukte oder „Extra-Würste“ für Einzelkunden handelt

Beispiel: Maßschneider
Nehmen wir als Beispiel die Produktion von Oberhemden. Ein Maßschneider wird seine Produktion niemals steigern können, da das fertige, individuelle Produkt (beinahe) komplett von ihm allein produziert wird.

Der erste Schritt zu einer digitalen Automatisierung ist also eine Modellgestaltung ihrer Geschäftsprozesse. Dazu gibt es viele Methoden (neudeutsch „Frameworks“), die ihnen einen Werkzeugkasten zur Verfügung stellen.

Kommen wir also auf den Kern ihres Produktes, ihrer Dienstleistung, indem wir erst einmal alles links und rechts wegschneiden, was nicht essenziell ist oder lediglich einen individuellen Charakter hat. In späteren Erweiterungen unserer Prozessanalyse werden wir feststellen, ob zuvor abgeschnittene Komponenten wieder hinzugefügt werden können, ohne unsere Maschine, unsere Factory, zu bremsen.